Samstag, 13. September 2008

Verbotene Stadt und Pekingente

Sich Sonntags an den vergangenen Mittwoch zu erinnern, wenn man jeden Tag etwas anderes neues sieht, ist garnicht so leicht. Am Mittwoch früh sind wir jedoch ganz sicher bei strahlendem Sonnenschein zur Verbotenen Stadt gefahren.
Natürlich waren wir nicht alleine, denn ungefähr fünfhunderttausend andereTouris (sowohl Chinesen als auch "Westler") hatten die gleiche Idee.
Leider waren wir nur zu dritt, da Jörn sich auf den Weg von Bahnhof zu Bahnhof machen musste um (unerfolgreich) die Tickets nach Tibet auf den Weg zu bringen...
Über die verbotene Stadt lässt sich eigentlich nicht viel sagen, muss man sich ansehen. Viele alte kaiserliche Gebäude, die scih aber alle ähnlich sehen. Je weiter man in die Stadt hineingeht,umsoschlechter sind die Gebäude restauriert. Das hat aber auch den Vorteil, dass nicht alles mit den Bonbonfarben angemalt ist, die offensichtilich kurz vor Olympia nocheinmal komplett über die Stadt gegossen worden sind. Hierkonnte man das sog. alte China viel besser ahnen.
Die Chinesen interessierte am meisten das kaiserliche Schlafzimmer, gerade vor dessen schaufenster wurde geschoben und geschubst, als gäbs nichts wichigeres im Leben.
Nach unserer Wanderung versuchten wir noch einen schönen westlichen Kaffee zu erstehen, aber der Starbucks auf dem Gelände der verbotenen Stadt war kurz zuvor für immer geschlossen worden...
Anschliessendging es nocheinmal indie Hutongs, diesmal wieder mit Jörn. Der musste allerdings kurz darauf schon wieder zum nächsten Bahnhof um seine Fahrkartenglück noch einmal zu versuchen. Wir drei anderen machten uns schonmal auf den Weg zum Pekingenteessen mit einer chinesischen Freundin von Nicole und einer weiteren Freundin aus Deutschland, die auch bei VW arbeitet.
Ping hatte dieses offensichtlich sehr noble Restaurant ausgesucht und übernahm auch die verschiedenen Bestellungen, die diesmal auf einer runden, sich drehbaren Glasplatte aufgestellt wurden, damit jeder gut an alle Speisen kam. ImGroben gab es wieder das, was wir die vegangenen Tage auch schon gegessen hatten, ganz amSchluss kam jedoch die Ente, die in unserem Raum von einem Koch tranchiert wurde. In genau 108 Teile, denn das ist eine chinesische Glückszahl. Danach musste man die kleinen Entenstücke in etwa Handtellergrosse Pfannkuchen legen und mit Soße, Frühlingszwiebel, Knoblauch oder Rettich zu einem Wrap falten. Als die Kellnerin uns zeigte wiedas zu bearbeiten ist, sah die ganze Geschichte natürlich wesentlich kunstvoller aus, asl das, was wir da später zurechtknüddelten, aber es war lecker.
Gut gesättigt machten wir uns auf den Weg nach Hause, wo wir dann auch endlich Jörn wiedertrafen, der uns zwar schon im Restaurant gesucht hatte, aber nicht in die Privaträume vorglassen worden war. Unsere Sorge, dass er vielleicht doch im wilden Strassenverkehr Pekings von einer Mopedrikscha angefahren worden war, war also unbegründet und wir konnten in Ruhe ins Bett gehen...

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